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| Die Aussprache der Wörter und Strukturen ist eines der einfachsten Kapitel beim Erlernen der hebräischen Sprache.
Im Gegensatz zum Englischen und Französischen, wo im Wörterbuch häufig die Lautschrift als Artikulationshilfe notwendig ist, kann man im Hebräischen durch Ablesen der Buchstaben unter Beachtung der Vokalzeichen und anderer Artikulationsgesetze ein Wort fehlerlos ablesen. Wenn allerdings im Text die Vokalzeichen nicht gesetzt sind, wie es bei modernhebräischen Texten in der Presse und in der Literatur der Fall ist, ist das Lesen des Textes nur dann möglich, wenn man die Sprache und Grammatik beherrscht. Zahlreiche grammatikalische Phänomene sind anders als in den Indoeuropäischen Sprachen.
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Einige Buchstaben des hebräischen Alphabets werden in verschiedenen Positionen verschieden ausgesprochen. Durch eine Anzahl von Artikulationszeichen wird in diesen Fällen die Aussprache eindeutig geregelt. |
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Folgende Artikulationszeichen (diakritische Zeichen) werden gebraucht: |
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Der Punkt links erzeugt ein SIN, der Punkt rechts ein SCHIN. |
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Mit Punkt werden diese Buchstaben als Verschlusslaute gesprochen: b/k/p. Der Punkt, der diese Veränderung bewirkt, heißt DAGESCH.
Am Wortbeginn werden diese drei Konsonanten grundsätzlich als Verschlusslaute gesprochen, auch wenn sie nicht markiert sind.
Ohne Punkte werden diese Buchstaben als Reibelaute gesprochen: w/ch/f. |
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Dieser Punkt zeigt an, dass der Buchstabe HEI hier nicht Lesezeichen, sondern grammatikalischer Funktionsträger ist, z.B. Wurzelkonsonant oder Feminin-Form eines Pronomens. Der Punkt im HEI heißt MAPIK. |
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| Beispiele |
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(schalom)/Friede, Wohlbefinden |
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Wenn SCHIN wie (sch) artikuliert werden soll, erhält es einen Punkt rechts oben. |
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(socher)/Mieter |
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Ein SIN hat links einen Punkt. Zu beachten: in diesem Wort steht ein KAF im Wortinnern. Es wird als Reibelaut gesprochen. |
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(bewakascha)/bitte! |
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Das erste BET wird als Verschlusslaut gesprochen. Deshalb wird es in der vokalisierten Schrift mit DAGESCH gekennzeichnet. Diese erste Silbe (be-) ist in diesem Zusammenhang eine Präposition.
Das zweite BET steht nicht am Wortbeginn und wird folglich als Reibelaut gesprochen: (w). Es ist der erste Konsonant der Wurzel. Die Wurzelkonsonanten des Wortes sind [BET/KUF/SCHIN]. |
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(lewakesch)/bitten |
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Der Infinitiv hat grundsätzlich die Präposition LAMED. Das darauffolgende BET wird weich ausgesprochen, da es nicht am Wortbeginn steht. Es hat keine Markierung. |
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(bikesch)/er bat |
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In dieser Verbform steht BET am Wortbeginn. Deshalb wird es hier als Verschlusslaut gesprochen und erhält im vokalisierten Text ein DAGESCH. |
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(bajit)/Haus |
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(beitha)/ihr Haus (verweist auf eine Besitzerin) |
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Das HEI am Wortende hat hier die grammatikalische Funktion eines Possessivbegleiters. Im Deutschen entspricht dies den Pronomen mein, dein, sein etc.
Um Verwechslungen zu vermeiden, z.B. mit Wörtern, deren reguäre Endung HEI ist, wird ein funktionstragendes HEI mit Punkt versehen. |
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| Seite 22f.; 25 |
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| Seite 232; 49; 94 |
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